Donnerstag, 13. Oktober 2011

endlich mal wieder nachgeführt ;-)

30.9. – 13.10.2011
Nach einer Nacht in einem Hotel mit einigen Sternen unter dem Namen, also endlich mal wieder mit warmem Wasser zum Duschen, ging es weiter nach Lhasa. Die Fahrt war angenehm, doch die Polizeikontrollen hatten merklich zugenommen. Auch war für die Autos eine Geschwindigkeit vorgegeben die sie einhalten musste. Da wurde immer wieder kontrolliert. Mit dem Motorrad gab es aber freie Fahrt und auch keine Vorgabe.  Nach 260 km. erreichte ich Lhasa. Eine wirklich interessante Stadt. Ich hatte das Gefühl, Lhasa wäre nicht Tibet, aber auch nicht China, sonder einfach was Eigenständiges.  Ich blieb 4 Tage dort und genoss die Stadt. Der Potala Palast wurde angeschaut, aber auch die Läden unsicher gemacht. Im Hotel hatten sie Freude an dem Motorradreisenden aus Europa.
Aber auch die Zeit in Lhasa ging wieder zu ende. So ging es wieder zurück nach Shigaze.  Nochmals im gleichen Hotel abgestiegen und 2 Tage relaxt. Eine Massage inkl.
Nun folgten zwei Tage zur Grenzstadt Zangmou. Der Zwischenstopp war knapp 150km vor der Grenze in Tingri.  Eine Stadt ohne Zukunft. Einige Büros chinesischer Telecom unternehmen aber sonst nur einfache verwahrloste Häuser. Und wie gewohnt in China / Tibet kein warmes Wasser oder sonst erst irgendwann am Abend.
Der Nächste Tag wäre eigentlich mit der Ausreise aus China und der Einreise nach Nepal verplant gewesen. Aber eben „wäre“.  Es fehlte ein Dokument beim Zoll. Also hiess es ein Hotel suchen in dieser speziellen Grenzstadt. Es wurde fast eine Woche Aufenthalt in Zangmou. Nach zwei Tagen musste das Hotel gewechselt werden da die Zimmer bereits reserviert waren. Aber die Jugendherberge die nun folgte war sauberer, die Leute freundlicher und alles einfach lustiger als in den meisten Hotels in China. Die letzten beiden Tage in Zangmou verbrachten wir ohne Strom. Die ganze Stadt hatte keinen Strom mehr. Aber wie mir schien war es eher was Normales. Den in den Läden und Restaurants hatten sie bereits Kerzen in grösseren Mengen hervorgeholt. Am 29.10. dann plötzlich das o.k. zur Ausreise. Nun heisst es schnell alles zusammen suchen und abfahrbereit machen.  Wir müssen um 14.30 abfahren.  Die Aus – und Einreise ging recht schnell über die Bühne. Dann über die Friedensbrücke und die Friedensstrasse runter nach Katmandu. Hier hatte es nochmals einige schlammige und gröbere Stellen  zu meistern. 
Nun folgte eine Woche Katmandu. Shoppen, kulturelles, essen, shoppen usw. ach ja und das Motorrad reisefertig machen.  Aber auch die Vorfreude auf die Heimreise wuchs langsam an. Nach 10 Wochen in der Ferne freut man sich wieder auf das zu Hause.  Katmandu  war speziell, aber der perfekte Ort um die Motorradreise zu beenden.
Der erste Strandurlaub seit 11 Jahren J
Nun folgten noch 5 Tage Dubai. Zusammen mit meiner Frau die bereits dort angekommen war.  Shopping zu zweit und am Nachmittag Strand, Sonne und Meer. Dubai selber reisst mich nicht vom Hocker. Die Stadt hat kein Herz und auch keine Vergangenheit, nur Geld und Prunk.
14.10
……..
18.9. -29.9
Nach der Nacht am Manasarova See, eine der unangenehmsten der Reise, ging es weiter nach Shigaze. Eine Stadt in der man auch mal wieder Touristen gefunden hat.  Es war auch ganz anders als das was ich bisher angetroffen hatte. Hier war es sauberer, freundlicher und die Leute weniger alkoholisiert.  Die Stadt war für uns der Ausgangspunkt für die Fahrt nach Lhasa. Wir kamen nach dem Ausflug nach Lhasa auch wieder hier vorbei, deshalb blieben wir zuerst nur eine Nacht.
15.9.- 17.9.2011
Weiter geht es auf der Hauptstrasse Richtung Lhasa. Die Landschaft wiederholt sich hier immer wieder. Es wurde schon fast langweilig auf dem Motorrad. Doch am zweiten Tag ging es weg von der Hauptstrasse. Rein in die Berge und Täler. Nach ca. 70 km. stockte mir der Atem vor dem was sich da vor mir auftat. Ein Panorama der ersten Güte. Die Landschaft wie im Grand Canyon. Da durch zu fahren war wirklich was Spezielles. Und von Zhada aus wo sich die Ruinen des Guge-Königreichs befinden gab es nochmals den Blick zurück.
Am nächsten Tag ging es vorbei am Mt. Kailash zum Manasarovar See. Mich persönlich haben diese beiden Orte eher enttäuscht. Aber es sicher was spezielles einmal hier gewesen zu sein.

- 14.9.2011
Eindrückliche und ab und zu anstrengende Tage in den wüsten Bergen Chinas.
Nur schon der Weg zum einstige in die Berge war abenteuerlich. Die Chinesen sind die ganze Strasse am neu machen. Und ganz heisst von Anfang bis zum Ende Zeitgleich. Eigentlich habe ich 800km Baustelle hinter mir zu diesem Zeitpunkt. Es war alles vorhanden Bäche die durchfahren werden mussten, Sand, ( inkl. eingegrabener GS ) Steppe, Schotter, tiefer Staub, zumindest den Staub den ich unterdessen nicht eingeatmet habe, und was das Offroadherz sonst noch alles begehrt. Es ging dann eigentlich ganz direkt hoch auf die Hochebene. 4900 – 5300m. Oben gab es dann auch noch einen kleinen Schneefall.
Weit und breit kein Dorf.  Es war bereits dunkel als ich etwas Ähnliches wie Zivilisation sah.  Naja, es erinnerte mich eher an einen Goldgräberverschlag. Hier mussten viele Arbeiter oder LKW durch also versuchte man das schnelle Geld mit Zimmer, essen und reichlich Alkohol. Hinter jeder Baracke lärmte ein Stromagregat vor sich hin.
Am nächsten Tag ging es wieder in gleichem Stil weiter. Entlang der Baustelle. Ab und zu war sogar ein Stück Strasse vorhanden. Aber nur um hinter der nächsten Kurve wieder unpassierbar zu sein. Also runter und sich den Weg suchen. Heut war es zum Glück nicht so sandig, dafür öfters mit Wasser durchfahrten bestückt. Ein wurde mir dann zum „Verhängnis“.  Noch geschaut wie und wo ich am besten durch den Knietiefen Bach komme. Ok. Der Weg hätte gepasst aber in der Mitte bin ich mit meiner GS voll auf einem Stein aufgesessen. Die Gute auf den Seitenständer und mal an dem Steinchen rütteln. Nix geht. Er reicht vom Vorderrad bis zum Hinterrad und genau zum Motorschutz.  Herrlich  erfrischend so ein Bergbach auf ca. 5000m. nach 5 Min. kommen der Guide und der Fahrer mit dem Land Cruiser. Er fährt vor mich hin und wirft mir das Abschleppseil hin. Perfekt.  Angemacht und los geht es. Hurra der Stein ist geschafft, Aber der Boden unter den Füssen weg und das Auto so langsam, damit an meiner Gabel nichts kaputt geht, das ich bremsen muss. Naja, nur fehlt mir der Boden unter den Füssen.  Und platsch, die Gs liegt seitwärts im Bach. Noch rasch ein Foto der Szene, geschossen vom lachenden chinesischen Fahrer. Danach ging es weiter. Mal den Berg hoch, dann wieder einige Höhenmeter runter. Auch die nächste Nacht wurde in einer Baracke die Restaurant, Hotel und Spielhöhle zusammen ist.  Weiter geht es am nächsten Tag. Und alles wie gehabt. Fahren neben der Baustelle auf abenteuerlichen Wegen. Die Landschaft aber ist schon die ganze Zeit sehr eindrücklich und auch abwechslungsreich. Schroffe Berge, Wüste auf 5000m und dann wieder schneebedeckte Berggipfel. Und auch diese Nacht verbrachte ich in einem dieser Sammelunterkünfte. Duschen und Haare waschen ist seit 3 Tagen ein Luxus den ich mir langsam mal herbeiwünsche.
Heute sollte es wieder mal in die Zivilisation gehen.  Die Strasse wechselt sich ab mit Pfaden aus Sand und noch weicherem Sand.  Heute war wirklich wieder so ein Sand Tag. Staubig waren bis jetzt alle in China. Es ging noch mal über zwei Pässe über 5200m und dann runter auf 4500m. Die Farben hier oben sind einfach klar und rein, wenn man über den Abfall der überall rumliegt hinweg sieht. Gegen Ende der Tour schlichen sich aufgrund des Schlafmangels noch der eine oder andere Konzentrationsfehler ein. Aber zum Glück kann ich mich auf meine GS verlassen. Sie fand die Spur immer wieder selber ohne sich oder mich in den Sand zu werfen. Plötzlich sehe ich ein normales Auto am Strassenrand. Kein Jeep oder Allrad, die Strasse muss also wieder besser werden. Noch folgte ein schmaler Weg an einem See entlang und plötzlich hatte ich Asphalt unter den Rädern. Hier muss es also auch wieder mal normal zu und her gehen. Noch einige Kurven und vor mir ist ein kleines Dorf mit echten Steinhäusern, Läden und allem was dazu gehört. Und einem Hotel. Aber keine Dusche in diesem Schuppen.  Egal. Hauptsache ein Lavabo und ein anständiges Bett.      
Übernachtet wurde in Yecheng, in Dahongliutan und in Rutog

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